I.III Das besondere Gespräch am Abend
Knappes Geld, große Aufgaben: Was muss öffentliche Beschaffung jetzt leisten?
I.III Das besondere Gespräch am Abend
Knappes Geld, große Aufgaben: Was muss öffentliche Beschaffung jetzt leisten?
Öffentliche Beschaffung steht im Zentrum der Staatsmodernisierung – und vor einer neuen Prioritätenentscheidung. Knappe Haushalte verlangen mehr Wirtschaftlichkeit, schnellere Verfahren und eine stärkere Konzentration auf staatliche Kernaufgaben. Gleichzeitig soll die öffentliche Hand Versorgungssicherheit und Verteidigungsfähigkeit stärken, neue Technologien schneller in die Anwendung bringen und durch ihre Nachfragemacht Leitmärkte für klimafreundliche und andere strategisch wichtige Produkte schaffen.
Wie kann öffentliche Beschaffung die Handlungsfähigkeit des Staates stärken, ohne Verfahren mit immer neuen Zielen zu überfrachten? Welche Anforderungen gehören zwingend in den öffentlichen Einkauf – und welche verteuern Leistungen, verzögern Vorhaben oder schwächen den Wettbewerb, ohne einen hinreichenden Mehrwert zu schaffen?
Die Runde diskutiert, wann Preis, Wettbewerb und unmittelbarer Bedarf den Ausschlag geben sollten, wann Lebenszykluskosten, Resilienz und Versorgungssicherheit stärker zu gewichten sind und in welchen ausgewählten Märkten öffentliche Auftraggeber bewusst als Ankerkunden auftreten müssen. Im Mittelpunkt steht eine neue Prioritätenordnung für eine öffentliche Beschaffung, die knappe Mittel wirtschaftlich einsetzt, zur Staatsmodernisierung beiträgt und messbare Wirkung für die Handlungsfähigkeit des Staates erzielt.